Mittwoch, 19. März 2008


Am 17. März hab ich das erste Mal Besuch aus der Heimat bekommen. Meine Eltern verbringen einen kurzen Urlaub hier in Japan und ich schleif sie überall hin. Bereits am ersten Urlaubstag gings auf nach Nara zum Todaiji. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies mein erster Besuch des großen Buddhas war, seitdem ich in Japan bin.

Irgendwie waren beide noch nicht sonderlich fit, da sie ja einen langen Flug hinter sich gebracht hatten. Aber trotzdem wanderten wir tapfer durch die Menschen - und Shikamassen zur Hauptattraktion in Nara.

Meine Eltern entschieden sich dann doch, die Shikas nicht zu füttern. Schade eigentlich, ich hätte gerne eine Verfolgungsjagd gefilmt. Dafür konnten wir uns aber über andere Fütterungsversuche lustig machen, das is ja auch nicht schlecht!



Hier nochmal ein hübsches Bildchen vom Daibutsu. Im Tempel, in dem sich auch der Buddha befindet, gibt es noch eine andere Attraktion. In einen der Hauptpfeiler ist ein kleines, rechteckiges Loch geschnitten worden, durch das sich alle Besucher durchzwängen können. Das Durchzwängen ist eigentlich so eine Sache, Japaner sind ja nicht sonderlich groß und breit, eigentlich flutscht das wie Spucke. Leider kamen wir auch nicht in den Genuss, jemanden dabei zu beobachten, wie er stecken bleibt und verzweifelt nach Hilfe ruft. Naja, vielleicht ein anderes mal. Von uns vieren ist aber auch keiner durch das Loch gekrabbelt... plötzlich aufkommende Alterserscheinungen und Phantomschmerzen traten auf und hielten uns davon ab, dem Glück mit dem Krabbeln durch das Loch nachzuhelfen.


Am nächsten Morgen ging es dann auf eine kleine Erkundungstour durch die Stadt. Das Wetter war nicht sonderlich gut und alle waren irgendwie noch müde vom Vortag. Deshalb zeigten wir meinen Eltern den riesigen Einkaufsmarkt JUSCO, wo sie sich anschließend mit traditionellem japanischen Essen eindeckten. Nachdem wir uns am Nachmittag erfolgreich durch den Sturm zurück nach Hause gekämpft hatten, kostete es uns dann umso mehr Überwindung, am Abend mit Astrid und Christina zusammen noch einmal zum Okonomiyaki Restaurant zu laufen (ca. 35min).


Nunja, nach dem langen Weg konnten wir die Neuankömmlinge dann doch davon überzeugen, selbst Hand anzulegen und das Essen zu mixen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, meine Mutter traute der Sache nicht so ganz... vielleicht hatte sie Lunte gerochen, denn nicht jeder mag geraspelten Fisch über seinem Essen, der so leicht ist, dass er durch den warmen Dampf vom Essen bewegt wird (hat schon was von nem Gruselfilm - MEIN ESSEN LEBT!!). Aber was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß!




Und wir begingen natürlich mal wieder den Fehler, uns das Käseokonomiyaki zu bestellen...leider ist die Zubereitungsart etwas anders und... flüssiger. Aber was tut man nicht alles für sein Lieblingsokonomiyaki. Der Nachteil an dieser Sorte ist, dass man Flüssigkeit in die Mitte des Pfannkuchens geben muss und schön brav - mehrere Minuten (die einem teilweise wie Stunden vorkommen können) - versuchen muss, das ganze im Zaum zu halten. Ist umständlich und hält eindeutig zu lange vom Essen ab! Dennoch ein hübscher Abend (mit einem langen, kalten und feuchten Nachhauseweg.)







Posted by Eingestellt von Akami um 21:56
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Samstag, 8. März 2008


Ferien sind zum reisen da und deshalb waren wir, Astrid, Christina, Luis und ich, am Freitag kurzfristig in die Präfektur Hyogo gefahren. Dort gibt es nämlich eine Stadt namens Kinosaki, die bekannt für ihre heißen Quellen, die sogenannten "Onsen", ist.


Im Internet hatte Astrid ein schönes Hotel gefunden, bei dem wir auch gleich reserviert hatten. Mit dem Zug ging es dann zuerst nach Kyoto und von da aus knapp 2 Stunden weiter nach Kinosaki. Dort angekommen gleich die erste Überraschung: die Reservierung hatte nicht geklappt. Mehr oder weniger enttäuscht, weil ich einen Privatonsen für 1:20h gebucht hatte, konnten wir dann aber doch noch eine Bleibe für die Nacht finden.

Neben den Onsen ist Kinosaki auch für Kani (Riesenkrebse) bekannt. In fast jedem Laden gab es davon reichlich zu kaufen - mal lebendig, mal halbtot oder schon zerteilt. Ich war eigentlich mit der Überzeugung nach Kinosaki gefahren, endlich mal Kani zu essen, aber bei diesem Anblick musste ich mirs dann doch nochmal überlegen.

Da wir noch etwas Zeit übrig hatten, bis wir im Ryokan einchecken konnten, besuchten wir gleich den ersten Onsen, der von außen aussah, wie ein Tempel.

Sehr schön eingerichtet, auch mit einer kleinen Außenanlage und das Wasser tierisch heiß - so fanden wir den ersten Onsen vor (mein Favorit trotz allen anderen). Anfangs kostete es reichlich Überwindung, in das heiße Wasser einzusteigen. Ich persönlich kann auch nicht allzulange drinbleiben - nichts für einen schwachen Kreislauf x__x

Danach suchten wir dann die Herberge auf und wurden mit einem großen Zimmer belohnt und mit 4 tollen Yukata *___* diese, so erklärte uns die Frau, sollten wir anziehen und die übrigen Onsen besuchen. Für die gab es dann noch freie Eintrittskarten. Da wir die einzigen Ausländer in Kinosaki waren, wurden wir bereits nach wenigen Schritten auf der Straße zu einer kleinen Attraktion...

...und ja, wir hatten viel Spaß mit den tollen, neuen Klamotten!
















Alle Anwesenden haben uns mit großer Sicherheit für total blöde gehalten, aber was macht das schon :D






Chrissi, ich und Astrid als "die 3 Engel von Luis"




und hier nochmal sexy Luis in seiner Verführerpose~, kein Wunder, dass er uns überzeugen konnte


Im Ryokan gabs dann auch schon bald essen: Kaniiii und noch viele andere Sachen (eine merkwürdiger als die andere).



Nach dem Essen hab ich dann doch noch mein Privatbad bekommen, auch, wenns nur ein kleines war. Dann ging es nochmal kurzfristig auf zum Eisautomaten im nahegelegenen Onsen, in den wir fix hinein und wieder hinausgelassen wurden (ohne zu bezahlen ^-^).



Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht, die mehrere Arien einer rolligen Katze, diversen
schiefgesungenen Liedern in der Karaokebar nebenan, und andere Nettigkeiten beinhaltete, machten sich Luis und ich auf zum Meer. Es war zwar nur ein kurzer Besuch, aber trotzdem schön (und kalt x_x).

Und dann gings auch schon wieder nach Hause...

Posted by Eingestellt von Akami um 18:37
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